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Datum: 08.09.2009 | Autor: Milad Bagherzadeh
Iranisches NationalmuseumMuseum der Archäologie und GeschichtePersisch: Muzeh-ye Melli-ye Irān, Muzeh-ye Irān-e BāstānOrt: Teheran Vitrinen mit Ausstellungsstücken
Das Iranische Nationalmuseum ist ein archäologisches und historisches Museum in Teheran. Mit über 300.000 antiken Gegenständen besitzt es die größte Sammlung an Artefakten in Persien. Viele der Stücke werden regelmäßig an Museen in aller Welt für Ausstellungen verliehen. Die Sammlung des Iranischen Nationalmuseums zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von historischen Gegenständen der Welt. Einige Objekte reichen bis zur Altsteinzeit zurück, weitere stammen aus der Achämeniden-, Sassaniden- und islamischen Zeit.
MuseumDer erste Teil des Museums wurde von André Godard entworfen und 1937 eröffnet. Für das Gebäude wurde der sassanidische Architekturstil verwendet, angelehnt an das Taq-e Kesra in Ktesiphon. Hier sind die Objekte von der Altsteinzeit bis zur Sassanidenzeit ausgestellt. Der zweite Bau wurde 1996 errichtet und beherbergt die neueren Ausstellungsstücke aus der islamischen Zeit.AusstellungenPrähistorische AbteilungDie Sammlung der prähistorischen Objekte umfasst mehr als 10.000 Ausstellungsstücke. Das Alter einiger Funde reicht bis zur Steinzeit zurück, wie die Werkzeuge aus der Yafteh-Höhle in Lurestan, die ca. 35.000 Jahre alt sind. Gut erhalten ist beispielsweise auch eine riesige Keramikschüssel, die auf das 5. Jahrtausend v. Chr. zurückgeht und vollständig erhalten ist. Viele der Objekte stammen aus dem 7. bis 1. Jahrtausend v. Chr. Dazu gehören zahlreiche Keramikstücke, Steinfiguren, Schmuck- und Verzierungsobjekte, Äxte und Waffenteile aus Bronze, die Bronzeplakete mit dem Motiv von Gilgamesch aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. oder die Steinstele von Hammurabi aus dem 18. Jahrhundert v. Chr. Achämeniden-Sammlung Das wohl beeindruckenste Ausstellungsstück der Achämeniden-Sammlung ist die lebensgroße Statue von Darius dem Großen von ca. 500 v. Chr. Sie wurde in Ägypten zu Ehren des persischen Großkönigs hergestellt und später nach Susa gebracht, wo sie auch gefunden wurde. Weitere sehenswerte Objekte sind ein Eisenschwert, Steinkapitelle, verschiedene Reliefs, Keramikarbeiten und Inschriften aus der Achämenidenzeit. Des Weiteren eine Frauenbüste aus Marmor, bemalte Steinfliesen aus dem Apadana Palast und verschiedene Palastfragmente aus Persepolis. Seleukiden-, Parther- und Sassaniden-Sammlung Mehrere Tausend Objekte aus den verschiedenen Dynastien nach der Achämenidenzeit sind hier ausgestellt. Dazu gehören zahlreiche Keramik- und Glasarbeiten, sowie Fragmente verschiedener Reliefs und anderer Objekte. Islamische-Sammlung Hier sind insbesondere die Text- und Kunstobjekte, sowie auch Keramik- und Textilarbeiten zu erwähnen. Verschiedene Texte zeichnen sich insbesondere durch eine schöne Form der Kalligrafie aus, auch die Ausstellung der persischen Miniaturmalerei ist sehr wertvoll. Die Abteilung der islamischen Sammlung ist im neueren Bereich des Museums, das 1996 eingeweiht wurde, untergebracht. ForschungsabteilungenDas Iranische Nationalmuseum unterhält auch eine Forschungsabteilung für Geschichte, Keramikforschung und Konservierungsmethoden. Hier werden unter anderem die zahlreichen Objekte für die Ausstellungen präpariert und vorbereitet. Auch das Skelett des Salzmannes, einer mehrere Tausend Jahre alten Mumie, wurde hier für die Ausstellung vorbereitet. Des Weiteren werden historische Forschungen in Bezug auf Ausgrabungen unternommen. Die Ausstellungsobjekte werden hier untersucht, zeitlich und historisch eingeordnet und katalogisiert.Nahmhafte Museen aus aller Welt leihen sich für Ausstellungen über Persien Objekte vom Iranischen Nationalmuseum aus, wie auch das British Museum in London.
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Update: 25.07.2010
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