Be Nāme Ahurā Mazdā - Goftāre Nik, Pendāre Nik, Kerdāre Nik
Nirupars
Nirupars - Bilder aus Persien

Derwisch

Persische Mystiker und Gelehrte

Persisch: Darwisch
Weitere Bzgn.: Sufi
Bedeutung: von Tür zu Tür ziehender


Derwisch beim Hafez-Grabstein
Derwisch am Hafez-Grabstein


Als Derwisch werden mystische und weise Personen bezeichnet die überwiegend in selbstgewählter Armut und Askese leben, auch Sufismus genannt. Zu Beginn einer Ausbildung zum Derwisch steht meist das Armutsgelübte, viele Derwische besitzen nur ihre Kleidung und ein paar Bücher.

Der Name Derwisch kommt aus dem Persischen Darwisch und bedeutet soviel wie Jemand der von Tür zu Tür zieht oder Umherreisender. Derwische tauschen ihren irdischen Reichtum durch Armut aus, um Gott näher zu kommen und dadurch göttlichen Reichtum zu erlangen.

In Persien besitzen Derwische bis heute eine extreme Anziehungskraft, ihnen wird hoher Respekt entgegengebracht, sie genießen höheres Vertrauen durch die Bevölkerung als jeder andere Religionsorden. Derwische werden als Quelle der Weisheit, Poesie und Erleuchtung angesehen. Da sie sich in keinster Weise politisch engagieren und zumeist ein armes und sehr einsames Leben in Meditation und täglichem Beten führen, wird ihnen eine besonders nahe Beziehung zu Gott nachgesagt.

Derwische sind meist muslimisch und kennen den Koran sehr genau, ihre Interpretationen des Korans sind jedoch anders als bei traditionellen Islamgelehrten eher liberal. Neben dem Koran sind Derwische besonders in der persischen Literatur bestens ausgebildet. Sie können Werke wie den Divan von Hafez, Saadi, Rumi oder Khayyam komplett rezitieren. Die Gräber und Mausoleen der alten Poeten sind oft die Pilgerstätten wo sie am meisten anzutreffen sind.



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Autor: Milad Bagherzadeh | Datum: 19.05.2009, 0:00 Uhr

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