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Aller Ertrag der Werkstatt des Seyns ist Nichts
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Hafez
Divan-e Hafez
Band 1
Übersetzt von: Joseph von Hammer-Purgstall, 1812
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Aller Ertrag der Werkstatt des Seyns ist Nichts.
Bringe mir Wein, die Güter der Welt sind Nichts.
Seele, wie Leib, begehren Genuß und Lust,
Thäten sie´s nicht, so wären sie beide Nichts.
Glück ist nur das, was blutigen Schweiß nicht braucht,
Denn mit Bemüh´n sind himmlische Fluren Nichts.
Forsche nicht nach dem Tuba des Schattens, halb
Schauest du recht, o Ceder! er sinkt in Nichts. 1
Wenn du verweilst fünf Tage, nur auf der Post,
Ruhe dich aus, denn dieser Termin ist Nichts.
Schenke ich harr´ am Rand des Verderbens, komm´ 2
Nütze die Zeit, von Lippen zum Mund ist Nichts.
Denk´ nicht an Schimpf und sey wie die Rose, froh,
Kräfte der Welt, sie gehen vorbei, sind Nichts.
Klausner! o fürcht´ den heiligen Eifergeist,
Zwischen dem Weg der Schenk´ und der Zell´ ist Nichts.
Daß ich verbrannt mit Klagen und Wehgeschrey
Allen die Noth bekenne, ist freilich Nichts.
Löblichen Ruf zwar hat sich Hafis verdient,
Aber es nützet ihn bei Betrunk´nen Nichts.
1 Tuba, der Baum des
Paradieses; wenn du, meine Ceder, mein Geliebter
demselben gerade ins Gesicht schauest, so versinket er
aus Scham vor deinem Wuchse in Nichts.
2 So
nahe als es von den Lippen zum Munde ist, so nahe steh´
ich am Rande des Verderbens.
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