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Eine rosichte Wang´ vom Rosenbeete genügt mir
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Hafez
Divan-e Hafez
Band 2
Übersetzt von: Joseph von Hammer-Purgstall, 1812
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Eine rosichte Wang´ vom Rosenbeete genügt mir,
Und der Wuchs der Cypreß´ von dieser Wiese genügt mir.
Ferne sey es von mir, mit Gleißnern mich zu besprechen,
Von dem Gewichte der Welt ein einziges Rotel
genügt mir. 1
Edens Pallast ward als Lohn für gute Gaben gegeben.
Ich bin arm, und trunken des Wirthes Schenke genügt mir.
Sitz´ an dem Ufer des Stroms, und sieh wie das Leben
vorbeifließt;
Dieses Zeichen vom Unbestand der Zeiten genügt mir.
Sieh´ die Münze der Welt, und sieh´ die grämliche
Waare;
Wenn Euch dieser Kauf und Verkauf nicht genügt, er
genügt mir.
Ha! der Freund ist bei mir, was ist nun andrer Besuch
werth;
Denn das Glück der Gesellschaft von diesem Trauten
genügt mir.
Schicke mich nicht von deinem Thore nach Eden hinüber,
Raum und Zeit ist genug, ein einziger Winkel genügt mir.
Klag´ nicht Hafis daß ungerecht die Theilung vor sich
gieng;
Deine Natur und Verse die fließen wie Wasser, genügt
dir.
1 Rotel ein arabisches
Gewicht.
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