Be Nāme Ahurā Mazdā - Goftāre Nik, Pendāre Nik, Kerdāre Nik
Nirupars
Nirupars - Bilder aus Persien

Die Gluth des Herzens



Maani Maani

Juwelenschnüre


Granaten - Liebeserklärungen

Übersetzt von:
Joseph von Hammer-Purgstall, 1822





Keine Gluth kann sich den Gluthen des Herzens vergleichen,
Tränk' ich hundert Meer' immer doch brennten sie fort.

Wund ist der Busen mir von dem brennenden Schmerze des Herzens,
Besser wird es nie, außer durch Gnade des Freunds.

Meines Herzens Gluth bricht aus dem Munde in Flammen,
Anderer Fackeln bedarfs nicht in der finstersten Nacht.

Gieße das Wasser der Huld aus auf die Gluthen des Herzens,
Denn es verzehret den Leib Flamme des Grams der Begier.

Meines Herzens Gluth wird nicht durch Fächer gekühlet,
Denn durch Wehen des Wind's wird nur das Feuer vermehrt.

Von der Trennung Gluth ist ganz der Körper verbrennet,
Nur im Herzen blieb Wärme der Liebe zurück.

Deines Phantomes Sitz ist in dem Innren des Busens,
Denn auf ödem Ort lieget verborgen der Schatz.

Komm, o komm! und laß dich nieder im Boden des Busens,
Nicht so dornig und hart ist, wie du glaubtest, der Grund.

Wunderbarer Grund ist die weite Fläche des Busens,
Wenn du drinnen gräbst, kommt statt dem Wasser nur Blut.

Schätzt der Freund auch noch so gering den Werth des Gefühles,
Gibt doch der Liebe Schatz Herzen unendlichen Werth.

Meines Busens Haus ist gleich den Tempeln der Götzen,
Bilder stehen darin schöne und liebliche viel.

Wundengenarbt und Maalegestriemt ist leider der Körper,
In der Laterne der Brust leuchtet des Freundes Phantom.