Be Nāme Ahurā Mazdā - Goftāre Nik, Pendāre Nik, Kerdāre Nik
Nirupars
Nirupars - Bilder aus Persien

Die Seufzer des Liebenden



Maani Maani

Juwelenschnüre


Granaten - Liebeserklärungen

Übersetzt von:
Joseph von Hammer-Purgstall, 1822





Kalt zwar seufz' ich Ah! und bin gefrorenen Herzens,
Ihres Gesichtes Gluth thauet als Wasser mich auf.

Sieh' mein Körper gleicht dem Baume, der Zweige beraubet,
Denn der Seufzer Sturm wirft sich gerade auf ihn.

Mit dem gebrannten Schwarz des Rauchs der Seufzer des Herzens
Habe ich mein Haar schwarz wie mit Betel gefärbt.

Schwarz ist mein Geschick mir an die Stirne geschrieben,
Und der Seufzer Rauch dienet als Tinte dem Loos.

Alle Fackeln der Nacht die brennen am Himmel als Sterne,
Sind entbrannt vom Ah! welches dem Busen entfährt.

Immer steigt in die Höh' der Rauch der Seufzer des Herzens,
Und sie färbten blau längstens des Himmels Gewölb.

Was im Monde du siehst sind nicht die Flecken desselben,
Ist des Herzens Rauch, welcher gedrungen hinauf.

Wolken bildet am Himmel der Rauch der Seufzer des Herzens,
Und der Thränen Blut regnet bey Tag und bey Nacht.

Wundert euch nicht, wenn Schlossen fallen statt Tropfen des Regens,
Von der Seufzer Frost froren die Wolken zu Eis.

Meines Herzens Funken erheben sich nächtlich zum Himmel,
Gleich dem Feuerwerk welches in Lüften verglüht.

Meiner Seufzer Rauch verfinstert die Tage in Nächte,
Und als eisernen Topf schwärzen die Sonne sie an.

Meiner Seufzer Rauch umschlinget die Bäume als Windling,
Und als gewirbelte Säul' steigt er zum Himmel empor.

Meiner Seufzer Rauch hat gänzlich verfinstert die Sonne,
Daß mein Schatten selbst mir als Gefährte nicht bleibt.

Meiner Seufzer Rauch hat grün die Quellen gefärbet,
Meiner Liebe Schmerz rieselt hinaus in die Welt.

Funkengesprüh' der Seufzer ist bis in den Himmel gedrungen,
Morgengestöhn' erweckt wieder vom Schlafe den Schmerz.

Von des Schmerzens Gluth sprang auf der Funke zum Himmel,
Feuersündfluth floß aus dem Kamine der Brust.