


Das Auge
Lieblich wie Augen sind nimmer Narzissen, Wenn sie gleich silberne Blüthen ausgießen. Falken des Herzens ergreifen mit Klauen Spatzen des Herzens, die zitternd aufschauen. So hat das Auge mich zaubrisch verletzet, Weil es als Vogler in Winkel sich setzet. Trau nicht, o trau nicht Verheissungen allen, Viele wie Du sind in Brunnen gefallen! Apfel des Auges erscheinet als Welt mir Seit dieses Mädchen als Liebling gefällt mir. Daß mir das Auge die Blicke verwehret Ist mir vom Loose, vom schwarzen, bescheret. Schlimm sind die Augen die blinzend verneinen; Tragen denn Liebende willig die Peinen? |