


Das Auge, das böse
Weil ich zu viel dem Freund in's Auge hab' gesehen, Zwingt mich des Herzens Gram mit Brillen nun zu gehen; Noch gestern sagte ich zu dem Perigesicht, Soll ich mit Schminkestab dein Aug berühren nicht? Das trunkne Auge scheint den Rausch nun auszuschlafen, Weßhalb die Brauen es hoch aufgezogen strafen; Nicht möglich ist es Ihr zu schauen in's Gesicht, Ein einz'ger Blick von Ihr sticht aus, der Augen Licht. Ich litt so viel, daß selbst die Welt, der nicht zu trauen, Betrübt ward über meine schweren Augenbrauen. Ihr Maal ist meines Auges Bild, das durch die Nacht, Wie um das Licht der Schmetterling, die Runde macht. O Pfeil des Liebesblicks, du kamst willkommen wieder, Ich sagte: wähl' das Herz, laß dich darinnen nieder! |