


Der Gau der Geliebten
Wenn ich hineil' zu deinem Gaue, Lauf' ich in luft'gen schnellem Trab, Und selbst der Morgenwind gewinnet Den Vorsprung hier mir nimmer ab. Entfern' ich mich von deinem Gaue So bleibet dort das Aug' zurück, Es kehrt mit tausendfacher Sehnsucht Zu selbem stets das Herz, der Blick. Am Wege den ich hin zum Gaue, Zum Gaue deiner Liebe ging, Hab' ich gesehen nie daß selbe Gastfreundlich je den Gast empfing. Ich ging hinweg aus deinem Gaue, O Herrscher! du vergiß mein nicht, Wiewohl es ist der Schönen Sitte, Daß sie vergessen ihrer Pflicht. Ganz sachte ging ich zu dem Gaue Noch gestern, ohne viele Pein, Doch meine Seele kam gelaufen, Mit vieler Mühe hinterdrein. |