


Die Locken, die krausen
Ihre Locken sind voll Krausen, Seidne Fäden, fein gedreht, Doch es löst sie auseinander Morgenwind der schmeichelnd weht. Der Gedanke an die krause Locke welche Moschus haucht, Hat den Vogel des Verstandes In der Liebe Meer getaucht. Aus Begierde nach der Locke, Welche weht des Ambra Duft, Fiel der Vogel meines Herzens In die Netze aus der Luft. Wehe! wenn die schwarze Locke Ihres Endes Spitzen krümmt, Raubend dann des Herzens Ballen, Schmerzen gibt und Ruhe nimmt. Wenn in ihren lieben Locken Liebend wühlt die Morgenluft, Füllet sie das Hirn des Morgens Mit der Ambra reinstem Duft. Wenn sie kommt zum Rosenhaine, Weint der Nachtigallen Laut, Und der Ostwind gibt der Knospen Duft, zum Spiel der Windesbraut. Zwischen finstern Locken leuchten Deine Wangen licht und hell, Wie im Land der Finsternisse Leuchtet Chiser's Lebensquell. |