


Die Wangen
Sieh, es hat der Wangen Schimmer Meines Herzens Haus ergriffen, Und den Schmetterling des Herzens Hat deßhalb die Flamm' ergriffen. Weil die Schmetterlinge sahen Licht und Glanz der Strahlenwangen, Kreisen sie um diese Lichter Nur nach jenem aus Verlangen. Wenn zu meinen Wangen ihre Nahen auf der Liebe Flügel, Ist's als ob ein Strahl der Sonne Fiel' auf einen Aschenhügel. Wenn die Gebern* und die Christen Seh'n das Licht von deinen Wangen, Sind sie gläubig, es ist ihnen Wahres Licht dann aufgegangen. Als Medschnun die Morgenröthe Sah, ward er davon verzücket, Glaubt' es sey der Glanz der Wangen Leila's, die er dort erblickte. Von den Rosen deiner Wangen Nehmen Knospen ihre Tinten, Von dem Dufte deiner Locken Duften süß die Hyacinthen. Sehnsucht nach der Wang' und Locke Hat mein armes Herz verbrannt, Vor der Liebe Sonnenfeuer Hat mein Herz nicht mehr Bestand. * Gebern heißen die Feueranbether. |