


Die Wimpern als Schwerters
Wenn auch nicht ertönt die laute Klage, Ist das Herz doch voll vom Schmerz der Liebe, Denn der Seidenwimpern spitze Pfeile Haben es durchbohrt gleich einem Siebe. Auf die Herzen zieht sie Wimpernschwerter, Um damit die Köpfe abzuschlagen, Um mit Blinzeln Liebende zu tödten: Blut'geres sah man nichts in unsren Tagen! Meine Wimpern machst du zu Rubinen, Mögen selbe deine Feinde morden! Der Verliebte, den du wie den Bogen krümmtest, Ist dadurch erst pfeilgerad geworden. |