


Ferhad und Schirin
So sehr ist abgewelkt Die Rose meines Lebens, Daß mich der Tod verschmäht, Ich rufe ihn vergebens.1 Was von Ferhad, Schirin Die Welt erzählt, sind Sagen Vergang'ner Liebe nur Aus grauer Vorzeit Tagen.2 Am Berge Bisutun Sind ausgelöscht die Bilder, Und nach Jahrtausenden Erscheint das Leiden milder.3 Was mir im Herzen tobt, Ist aber frische Kunde, Mit jedem Pulsschlag schlägt Auch meine Todesstunde. Im Herzen gräbt ihr Bild Sich immer fester ein, Ich lebe, und schon ist Zerbrochen mein Gebein.
1 Mewlana Aßafi I. 147
2 Newii Chamuschan I. 232 3 Chodscha Selman I. 207 |