Be Nāme Ahurā Mazdā - Goftāre Nik, Pendāre Nik, Kerdāre Nik
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Qazal
Maulana Dschalal al-Din Mohammad Rumi
Qazal
Rumi
Qazal
Qaselen
Übersetzt von:
Friedrich Rückert, 1819
Qaselen
Solange die Sonne nicht den Nachtflor bricht
Zum Himmel thu' ich jede Nacht den Liebesruf
Ich sah empor, und sah in allen Räumen Eines
Als ich scharfen Dorn mich sahe, Rosenschwelle sucht' ich auf
Obgleich die Sonn' ein Scheinchen ist deines Scheines nur
Wer gesehn hat deine Wangen wird nach Rosenschein nicht gehn
Ich bin der Falk' der Geisterwelt
Komm, o Frühling meiner Seele, Welten wieder mache neu!
Tritt an zum Tanz! wir schweben in dem Reihn der Liebe
Komm, komm! du bist die Seele, die Seele mir im Reigen
Schall, o Trommel, hall, o Flöte! Allah hu!
Dein Fuß fleucht aller Orten hin aus unserm Kreis', o fleuch uns nicht!
Der Frühling stirbt, wann du mit Schwalben gehst
Lieb' ist nicht in Schrift und Buch, der Buchstab' ist ihr Streiter nicht
Wohl endet Tod des Lebens Not
Ihr Augen, geht, den Lenz zu schauen
Der Tag ist hie, das Fest ist hie der Rose
Die Rose ist das höchste Liebezeichen
O welche Werkstatt hegst du mir im Herzen!
Ein Gottesmann ist trunken ohne Most
Schlaf nicht, Gastfreund, mein Gedanke! diese Nacht
O Lieb'! ich zeug' es dir: ich weinte trüb wie Nacht
O Himmel, welch ein Freund, o welch ein Leu ist das!
Ich bin das Sonnenstäubchen, ich bin der Sonnenball
Du bist der Weltbrunn der Genüsse
Ich bin die Reb', o komm, und sei der Rebe
O Vogel, der nach Freiheit girret
Klage nicht, daß du in Fesseln seist geschlagen
Ich sah, wie auf zur Sonne sich schwang ein Adelaar
Ums reine Licht hab' ich die Flamme liebgewonnen
Glücklich preis' ich euch, ihr Brüder, die ihr unvertrieben
Ich bin die Rose, die des Frühlings Schläfe kränzet
Einst um Liebe, die Peri, hat der Dschinne Schmerz gefreit
Unser Haus hat viele Thüren
O der du bist gekommen in des Daseins Land
Tag ist's, auf, steh auf, o Jüngling Muselmane!
Kommt das Schwert aus Schmiedes Händen rein an Spitz' und Schneide
Rein gehalten dein Gewand
Die Liebe rief vom Himmelsthor
Die hin zur Kaaba pilgern gehn
Wenn mir der Freund wird seine Hilf' erzeigen
Immer mehr werd' ich begehren
Der Wolken als geordnete Kamelenreih'n des Himmels lenkt
Verzicht' auf Welt, daß Herr der Welt du seiest
Sag, wenn du's weißt, Geselle
Suchst du Liebestrunkene? sieh hier, die ertranken!
O Wandrer auf den Wegen, was weißt du?
Mit deiner Seele hat sich meine
Meiner Seele Morgenlicht, sei nicht fern, o sei nicht fern!
O ihr, in deren Brust ich poch', ich liebe lang
Du hast nur flüchtig uns gelacht, o fleuch uns nicht!
Vorbei sind die Fasten, das Fest ist, das Fest ist gekommen
Komm, daß ich dich fasse, (reiche mir die Hand!)
Das spröde Erz ist weich geworden
Hauch und zieh ein Fünkelein zur Flamme!
Zur Sonne schaut der Aar mit Mut
Unglauben ist die Nacht, die Nachtlamp' ist der Glauben
Ich sah ein Meer im Sturme, des Wogen mit Gezische
Du bist der Schreiber und die Schrift bist du
Er hat's gemacht, was soll ich machen?
O Bruder, hör, und sei nicht taub der Liebe!
Komm, der Liebe Sklave sei!
Wo zum Waschen Wasser fehlt
Schönste Blum' auf Erdenwiesen, Ali, Abutaleb's Sohn!
Allah hat eröffnet euern Vätern
Kommt, fromme Brüder, betet des Höchsten Wunder an
Nach welchem ich frage, wo ist er?
Verliebte! Verliebte! ich komm' aus der Welt
Ein Wort von deinen Lippen, du brauchst es nicht zu sagen
Laß mein Streben dir gefallen
Höchste Liebe, wo du thronest, laß vor deinem Throne knien
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