Vierzig Jahr, und drüber prahl’ ich

Divan-e Hafez – Band 2

Author: Khwaja Shams-ud-Din Muhammad Hafez-e Shirazi
Übersetzung von: Joseph von Hammer-Purgstall – GermanGerman flag, 1812


Vierzig Jahr, und drüber prahl’ ich,
Daß von jenes alten Wirthes Dienern,
Ich der Kleinste bin!

Durch des alten Weinverkäufers Gnade,
Ist mein reines Glas von hellem Weine
Nie geworden leer.

Auf dem Pfad der Liebe und der Trunknen
Reiner Hand, saß ich Armer immer

Auf dem ersten Platz.

Hege nicht von mir die falsche Meinung,
Daß ich trinke; Fleckig ist die Kutte,
Rein der Saum.

Bin ich nicht des Kaisers Falke? Sage

Weßhalb man die Liebe meines Nestes,
Forttrug aus dem Sinn.

Weh! daß Nachtigallen süßer Zunge,
Daß ich wie die Lilie still und schweigend,
Sitzen auf der Flur.

Wunderbar! es nähret Persiens Sonne,
Nur Nichtswürd’ge, rufe dem Gefährten,
Weg! von hier das Zelt!

Du versteck’ Hafis! im Kleide
Länger nicht das Glas, ich will’s entdecken,

In dem Herrenkreis.

Herr ist mir Turanschah, Er der Gnäd’ge, 1
Dank für seine Huld und seine Gnaden,
Sind des Nackens Schmuck.


1 Turanschah, der Großwesir des
Schah Hasan und seines Sohnes Oweis des Ilchaniden.

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